Finanzminister Olaf Scholz beruft den Goldman-Sachs-Banker Jörg Kukies als Staatssekretär- und bekommt dafür heftige Kritik von der Opposition. Linke und Grüne zweifeln an der Unabhängigkeit des SPD-Mannes.
Von 2014 bis 2018 war er Co-Vorsitzender des Vorstands bei Goldman Sachs AG und Leiter der Zweigniederlassung Frankfurt der Goldman Sachs International. Zuvor hatte er verschiedene Positionen bei Goldman Sachs International inne.
Der frühere CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Friedrich Merz, wird 2016 Aufsichtsratschef der deutschen Tochtergesellschaft des amerikanischen Investmentshauses.
BlackRock und der drohende Ausverkauf der Ukraine.
Larry Fink, Chef des milliardenschweren US-Finanzkonzerns BlackRock, kündigt an: „Wir werden eine neue Ukraine schaffen“. Der Welt solle am Beispiel der Ukraine vorgeführt werden, dass der Kapitalismus der „stärkste wirtschaftliche Motor der Welt“ sei.
Friedrich Merz nach der Bundestagswahl 2025
Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock holt sich Unterstützung von einem Prominenten ehemaligen Politiker: Der frühere CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Friedrich Merz, wird Aufsichtsratschef der deutschen Tochtergesellschaft des amerikanischen Investmentshauses, wie Blackrock am Donnerstag mitteilte.
Der Wirtschaftsexperte Merz war unter anderem vom Jahr 2000 bis 2002 Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Er hatte sich im Jahr 2009 aus der aktiven Politik zurückgezogen und sich auf seine Rolle als Rechtsanwalt bei der Kanzlei Mayer Brown konzentriert, wo er schon seit 2004 Senior Partner ist.
Deutschland wäre der erste Staat, in dem ein ehemaliger BlackRock-Funktionär Regierungschef werden kann. Friedrich Merz war nicht „Lobbyist“, wie meist gesagt wird. Er wurde nicht nur bezahlt, sondern er hatte eine Leitungsfunktion innerhalb des Konzerns: Der CDU-Politiker war von 2016 bis 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tochterfirma BlackRock Asset Management Deutschland Aktiengesellschaft. Er unterstand der New Yorker Zentrale des größten Kapitalorganisators der US-geführten westlichen Welt. Merz hatte die Aufgabe, die Expansion von BlackRock in Deutschland weiter voranzutreiben.
BlackRock im Kanzleramt?
BlackRock im Kanzleramt?
So arrangierte und begleitete der BlackRock-Funktionär Merz in diesen Jahren die Treffen seines aus New York eingeflogenen BlackRock-Chefs Laurence Fink mit den damaligen Finanzministern Wolfgang Schäuble/CDU und mit dessen Nachfolger Olaf Scholz/SPD. Merz arrangierte auch Treffen mit Kanzleramtschef Helge Braun und Wirtschaftsminister Peter Altmaier, beide CDU, mit Vizekanzler Sigmar Gabriel und Finanzstaatssekretär Jörg Kukies, beide SPD – alles außerhalb der Öffentlichkeit.
Die elektronische Patientenakte ist umstritten. IT-Experten beklagen eklatante Sicherheitsmängel. Dennoch will der CDU-Kanzlerkandidat all jene belohnen, die eine ePA akzeptieren.
Die Zerstörung der CDU – aber diesmal richtigFriedrich Merz: Wer keine E-Patientenakte hat, wird benachteiligtCDU/CSU am 23.Februar nach der ersten HochrechnungCDU- Verschweigen, verdrängen, verschleiern
Er hat das wohl größte Comeback seit Lazarus hingelegt. Hätte vor wenigen Jahren niemand mehr einen Cent auf die politische Zukunft von Friedrich Merz gesetzt, darf er heute – wenige Tage vor den Wahlen – wohl als wahrscheinlichster nächster Bundeskanzler gelten.
Der Vermögensverwalter wird von einigen Beobachter*innen extrem kritisch gesehen. So berichtete der Tagesspiegel 2018 im Rahmen von Merz‘ politischem Comeback: «Kritiker halten BlackRock vor, den Wettbewerb zu torpedieren, die Altersvorsorge bewusst zum eigenen Vorteil zu privatisieren, sehr eng mit Behörden zusammenzuarbeiten und damit auch Einfluss auf die Regulierung der Finanzbranche zu nehmen.»
Friedrich Merz: BlackRock Roboter?
Merz war außerdem bis in das Jahr 2021 als Senior Counsel im Düsseldorfer Büro der Anwaltskanzlei Mayer Brown tätig. ZEIT ONLINE bemerkte 2018, dass diese Anwalts-Kanzlei auf ihre Weise an dem Steuerdiebstahl Cum-Ex mitverdiene: So wolle die Kanzlei ihren Kund*innen dabei behilflich sein, dem wachsenden Rechtsrisiko durch Cum-Ex-Geschäfte entgegenzuwirken.