Claus Peymann (* 7. Juni 1937 in Bremen als Klaus Eberhard Peymann; † 16. Juli 2025 in Berlin-Köpenick)[1] war ein deutscher Intendant und Theaterregisseur, 1986 bis 1999 war er Direktor des Wiener Burgtheaters und bis zum 2. Juli 2017 künstlerischer Leiter, Geschäftsführer und Alleingesellschafter des Berliner Ensembles.[2] Er galt als „Theaterpapst“ der deutschen und österreichischen[3] Theaterszene.
„Ich bin ja nicht 1937 geboren. Da bin ich als Claus Peymann in Bremen geboren. Geboren bin ich 1968. Oder in den 60er, 70er-Jahren hier in Stuttgart. Das ist eigentlich meine wirkliche Geburt. Und mein Wahn, dass ich noch immer glaube, wie ein Mammut, der gar nicht mehr in die Zeit passt, dass das Theater wirklich zuständig ist für Utopien, zuständig ist für die Verbesserung der Welt, für größere Gerechtigkeit.“ Claus Peymann, 2018.
Peymann begann seine Regie arbeiten am Universitätstheater in Hamburg. 1966/67 war er am Stadttheater Heidelberg mit Otto Sander und Ulrich Wildgruber,[10] danach bis 1969 Oberspielleiter des Frankfurter Theaters am Turm. Mit der Uraufführung von Peter Handkes Publikumsbeschimpfung wurde er 1966 überregional bekannt. Zur Spielzeit 1970/1971 wechselte er zur Berliner Schaubühne. Es kam jedoch dort nur zu wenigen Arbeiten, da Peymann mit dem demokratischen Modell des Mitbestimmungstheaters und dessen Leiter Peter Stein nicht zurechtkam. Nach dem Zerwürfnis mit Stein war er von 1971 bis 1974 als freier Regisseur tätig. Eine Bewerbung als Regieassistent bei Helene Weigel am Berliner Ensemble war gescheitert, nachdem Peymann zu spät zu einem Bewerbungsgespräch gekommen war.[11] 1972 wurde das Theaterstück Der Ignorant und der Wahnsinnige von Thomas Bernhard bei den Salzburger Festspielen mit Bruno Ganz und Ulrich Wildgruber unter der Regie von Claus Peymann uraufgeführt




































