Tränen, Einzelgespräche, „Betroffenenkreise“: Seit dem AfD-„Prozess“ am Thalia Theater drehen die dortigen Mitarbeiter durch. Darüber kann man sich totlachen. Aber das Thema hat auch ernste Seiten.
Kann man auf das, was gerade am linken Thalia Theater in Hamburg passiert, anders reagieren, als sich totzulachen? Mitte Februar fand dort das Theaterstück „Prozess gegen Deutschland“ um ein fiktives AfD-Verbotsverfahren statt, Befürworter und Gegner eines AfD-Verbots durften ihre Argumente vortragen. Zugunsten der AfD traten etwa
Harald Martenstein, dessen Verteidigungsrede viral ging, oder der rechte YouTuber Feroz Khan auf.

So weit, so unspektakulär. Doch nun berichtet die Zeit, dass seitdem bei den Mitarbeitern des Theaters die emotionale Apokalypse eingesetzt hat. Dem Bericht zufolge gibt es bis heute Krisensitzungen, Einzelgespräche und „Betroffenenkreise“ für die Angestellten. Es seien Tränen geflossen, „weil Rechtspopulisten auf denselben Stühlen saßen“ und „dieselben Garderoben benutzten“ wie die Mitarbeiter. Eine
Angestellte spricht von einem „Szenario des Unbehagens und der Angst“. Das alles nur, weil „Rechte“ im Theater ihre Argumente vortragen durften.




















