WHO verschiebt Pandemieabkommen:

Streit über Impfstoffe und Virendaten blockiert Vertrag
Die WHO wollte aus Corona Konsequenzen ziehen und die Welt auf die nächste Pandemie vorbereiten. Doch nun blockiert ein heftiger Streit über Impfstoffe und Virendaten das Abkommen.

Die nächste Pandemie sei „nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann“, sagte der WHO-Generaldirektor.

Das internationale Pandemieabkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzögert sich erneut. Die Mitgliedstaaten konnten sich bei Gesprächen in Genf nicht auf zentrale Regeln zum Austausch gefährlicher Krankheitserreger einigen. Ohne diese Einigung kann der bereits 2025 verabschiedete Vertrag nicht in Kraft treten.

Eigentlich sollten die Gespräche bis Freitag abgeschlossen werden. Nun rechnet die WHO frühestens bis Mai 2027 mit einer endgültigen Einigung. Möglich wäre auch eine Sondersitzung bereits 2026. Tedros warnte zugleich vor weiteren Verzögerungen. Die nächste Pandemie sei „nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann“, sagte der WHO-Generaldirektor.

Gesundheitsnotstand als Machtmittel

Während die WHO-Planungen für künftige Pandemien im Fokus der kritischen Öffentlichkeit stehen – Stichwort
Pandemievertrag –, sind entsprechende Beschlüsse und Vorhaben auf EU-Ebene weitgehend unter dem Radar der
Aufmerksamkeit geblieben. Dabei gehört die Europäische Union zu den treibenden Kräften einer Umgestaltung
der Gesundheitspolitik, bei der die Überwachung der Bevölkerung und eine weiter zentralisierte Machtausübung
im Mittelpunkt stehen. Ein chronologischer Überblick.

Pandemie Pakt gegen die Völker – Gesundheitsnotstand als Machtmittel

Corona-Pandemie

Welche Schäden die drakonische Corona-Bekämpfung angerichtet hat, wurde nie untersucht. Solche Geheimniskrämerei zerstört Vertrauen. Dennoch will die Politik ihre Kompetenzen mit dem WHO-Pandemiepakt noch ausbauen.

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WHO Pandemievertrag: „Das Dramatische ist, dass die
Politik diesen Prozess dominiert“

Silvia Behrendt, ehemalige Beraterin der WHO, hat deren Generaldirektor in einem offenen Brief aufgefordert, die Weltgesundheitsversammlung im Mai nicht über die geplanten Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften abstimmen zu lassen. Sie warnt, dass die Änderungsvorschläge den Vertragsparteien nicht früh genug zur Verfügung gestanden haben – was den Vorschriften widerspricht. „Die Öffentlichkeit sollte die Sinnhaftigkeit der neuen Befugnisse der WHO angesichts der Hastigkeit und der falschen Begründungen für die Missachtung der rechtmäßigen Prozesse hinterfragen“, so Behrendt im Multipolar-Interview.